MOMAC GROUP | ELEKTROMASCHINENBAU
Lagerwechsel
Lagerwechsel an Elektromotoren – im Werk und vor Ort
Wir wechseln Wälzlager an industriellen Elektromotoren und Generatoren in unserem Instandsetzungswerk in Moers sowie bei entsprechenden Montagebedingungen direkt in der Anlage.
Zum Lagerwechsel gehören neben der fachgerechten Montage der neuen Lager die Kontrolle der Lagersitze sowie etwaiger Schmiersysteme. Beschädigte Wellen und Lagerschilde bearbeiten wir in unserer mechanischen Fertigung.

Kim Wörner
Angebote & Auftragsabwicklung
| Telefon | +49 (0)2841-1802.78 |
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| elektromotor@momac.de |
Marc Leske
Vertrieb Süd & D.A.CH
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Lagerschäden: Schadensbild und mögliche Ursachen
Verschleiß und Schmierung
Erhöhte Lagertemperaturen und auffällige Laufgeräusche weisen auf Schädigungen eines Lagers hin.
Für die Ursachenklärung betrachten wir auch Schmierstoff, Nachschmierung, Abdichtungen und mögliche Verunreinigungen.
Passungen und Lageranordnung
Bei eingelaufenen Wellenlagersitzen oder ausgeschlagenen Gehäusebohrungen reicht der Einbau neuer Lager nicht aus.
Wir vermessen die Lagerstellen und berücksichtigen Fest- und Loslageranordnung, Passungen sowie die für die Konstruktion erforderliche Lagerluft.
Elektrische Lagerschäden
Bei umrichterbetriebenen Motoren können Lagerströme zu elektrischer Erosion an Laufbahnen und Wälzkörpern führen. Stromdurchgang am Lager erkennt man an Zebrastreifenartigen Mattstellen auf der Lauffläche des Lager.
Wir berücksichtigen entsprechende Schadensbilder bei der Neulagerung. Mögliche Schutzmaßnahmen vor Lagerströmen wie isolierte Lager, isolierte Lagersitze oder Erdung der Wellen richten sich nach Motor, Umrichter und Installation.
Lagerwechsel im Werk und beim Kunden
Der Arbeitsumfang richtet sich nach Einbausituation, Lageranordnung und Zustand der angrenzenden Bauteile. Nicht jeder Motor lässt sich am Einsatzort vollständig zerlegen oder fachgerecht neu lagern.

Lagerwechsel vor Ort
Bei zugänglichen Lagerstellen übernehmen wir Demontage und Neulagerung am eingebauten oder vor Ort abgesetzten Motor.
Erforderliche Freischaltung, Zugang, Hebe- und Montagebedingungen werden vor dem Einsatz abgestimmt.

Aufarbeitung beschädigter Lagersitze
Wir vermessen Wellenlagersitze, Gehäusebohrungen und Lagerschilde. Verschlissene Lagerstellen werden durch Metallaufspritzen oder Auftragsschweißen mit anschließender Zerspanung wiederhergestellt, sofern Werkstoff und Konstruktion das Verfahren zulassen.

Lagerwechsel im Rahmen einer Revision
Bei planmäßigen Revisionen werden die Lagerungen zusammen mit den weiteren mechanischen und elektrischen Komponenten untersucht.
Im Zuge einer vollständigen Motoreninstandsetzung ersetzen wir sämtliche Wälzlager.

Montage, Lagerluft und Schmierung
Für die Neulagerung berücksichtigen wir den vorgesehenen Lagertyp, die Lagerluftklasse, die Passungen an Welle und Gehäuse sowie die Lageranordnung. Die Montage erfolgt mit geeigneten Verfahren und Werkzeugen, ohne unzulässige Kräfte über die Wälzkörper einzuleiten.
Auch Schmierstoff, Füllmenge, Dichtungen und Nachschmierkonzept müssen zur Lagerung und zu den Betriebsbedingungen passen. Bei Motoren mit isolierten Lagern wird die vorhandene elektrische Schutzfunktion berücksichtigt.
Technische Fragen zum Lagerwechsel
Ein Lagerwechsel vor Ort setzt ausreichend Zugang zu den Lagerstellen sowie passende Demontage-, Hebe- und Montagebedingungen voraus. Muss der Motor umfangreich zerlegt oder müssen Lagersitze mechanisch bearbeitet werden, erfolgt die Instandsetzung im Werk. Die Einbausituation klären wir vor dem Einsatz.
Ein beschädigter oder nicht maßhaltiger Lagersitz kann dazu führen, dass der Lagerring nicht mehr wie vorgesehen abgestützt oder geführt wird. Deshalb prüfen wir Durchmesser, Rundheit und Passung der zugehörigen Lagerstellen. Für die Wiederherstellung sind die konstruktiven Anforderungen maßgeblich.
Nicht jeder umrichterbetriebene Motor benötigt isolierte Lager. Maßgeblich sind unter anderem Motorkonstruktion, Umrichter, Verkabelung und mögliche Strompfade. Bei nachgewiesenen oder konstruktiv zu erwartenden Lagerströmen sind Schutzmaßnahmen zu prüfen. Ein vorhandenes isoliertes Lager wird nicht ohne technische Beurteilung durch eine unisolierte Ausführung ersetzt.
Ein allgemeingültiges Wechselintervall gibt es nicht. Weit verbreitet ist allerdings die 40.000 Stundenregel, nach der Lager proaktiv gewechselt werden sollten, um einen Maschinenausfall wegen eines Lagerschadens zu vermeiden.
Wichtig sind Herstellerangaben, Lagerbauart, Belastung, Drehzahl, Temperatur, Schmierung und Betriebsbedingungen. Sie bestimmen den Wartungsbedarf.
Lagerwechsel an Elektromotoren anfragen
Senden Sie uns die Motordaten, ein Foto des Typenschilds und eine Beschreibung der Auffälligkeiten. Für einen Lagerwechsel vor Ort benötigen wir außerdem Angaben zur Einbausituation und Zugänglichkeit der Lagerstellen. Vorliegende Messwerte und Fotos der Lagerung unterstützen die technische Klärung.
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